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Vom Brei zur Familienkost, so stellst du die Beikost für dein Baby um

Die ersten 1.000 Tage deines Babys sind nicht nur die spannendsten und aufregendsten sondern auch die, in denen in der Entwicklung eines Menschen am meisten passiert.

 

{Dieser Beitrag ist mit freundlicher Unterstützung von 1.000 Tage entstanden. Auf 1.000 Tage findet ihr noch viele weitere nützliche Infos und Rezepte rund um das Thema Familienkost aber auch Stillen und Schwangerschaft.}

Das hält nicht nur dein Baby auf Trapp, sondern auch dich. So viel neues und das eine, das einzige was konstant ist, ist, dass es in den ersten 1.000 Tagen pausenlos Veränderungen gibt.

Eine der mit Sicherheit wichtigsten Entwicklungsstufen ist 1. die Beikost und dann der Übergang in 2., die Familienkost. Wahrscheinlich beschäftigen wir Eltern uns mit nichts so sehr, wie mit dem Thema Beikost und Ernährung.
Und zurecht, es geht hier immerhin um das Essen unserer Babys, die ersten Lebensmittel, die sie in ihrem Leben zu sich nehmen.

Die Umstellung von Babybrei auf Familienkost ist besonders spannend, weil das Baby mit neuen Texturen vertraut gemacht wird.

Haben unsere Babys mit dem Babybrei zwar verschiedene Geschmacksrichtungen kennen gelernt, so hatten sie jedoch immer eine Textur: Brei. Am Anfang etwas flüssiger, gegen Ende der Breizeit vielleicht mit ein paar Stückchen aber der Unterschied zur “normalen” Familienkost liegt auf der Hand.

 

Und hier genau machen sich viele Eltern Sorgen: wie gestalte ich den Übergang von Babybrei zur Familienkost?

Als erstes würde ich raten, sich nicht zu viele Sorgen zu machen denn das überträgt sich auf das Baby. Man sollte diese Erfahrung viel eher als spannend betrachten und versuchen, so viel Freude und Spaß wie möglich an einer gesunden Ernährung zu vermitteln. Denn auch wenn man es kaum glauben mag, alles, was unsere Babys jetzt, im Kleinkindalter und als Kinder über Ernährung lernen, überträgt sich unweigerlich auf das Essverhalten für ihr gesamtes Leben.

Brokkoli z.B. fühlt sich in den Fingern und im Mund ganz witzig an, Süßkartoffel aber ist eine eher vertraute Textur. Kartoffeln kann man so toll mit der Zunge zerdrücken und Gurke kühlt so schön das Zahnfleisch und schmeckt fast süß.

Für uns Eltern ist das alles normal, wir essen dieses Essen immerhin täglich und denken wahrscheinlich nicht mehr darüber nach. Wenn man sich aber genau damit beschäftigt finde ich das Thema wirklich sehr spannend. Die Babys sollen und dürfen mit ihren Händen und natürlich auch mit dem Mund alles erkunden, die verschiedenen Konsistenzen und Texturen erleben. Am Anfang ist es dabei eher sekundär, dass wirklich sättigende Mengen im Magen landen. Ich würde diesbezüglich auf gar keinen Fall Druck ausüben. Zusätzlich zu dem “neuen” Essen würde ich nach wie vor das alt bewährte anbieten; Brei. Das verschafft 1. Sicherheit und es kommt 2. kein Hunger auf was zu absoluter Frustration führen könnte, und damit wäre der Spaß an der neuen Erfahrung vorbei. Nach und nach wird sich das Verhältnis ganz von allein ändern und ihr könnt den Brei irgendwann ganz weglassen. Bei dem einen Baby früher, bei dem anderen später. Das Tempo bestimmen eure Kleinen.

Der Würgereflex und die größte Angst, kann mein Baby sich verschlucken?

Meistens ist die erste Sorge und Frage von Eltern: wie kann ich verhindern, dass mein Baby sich verschluckt? Man muss dazu folgendes wissen, anders als bei uns Erwachsenen ist der Würgreflex bei Babys nicht erst im Hals sondern beginnt bereits auf der Zunge. Trotz allem muss an dieser Stelle ganz klar sein: BLEIBT IMMER BEI EUREM BABY, LASST ES NIEMALS ALLEINE! 

Egal wie gesichert es im Hochstuhl ist, egal wie lange es schon alleine Essen kann, lasst es niemals alleine! Es kann einfach immer mal vorkommen, dass sich euer Baby verschluckt, so wie wir Erwachsenen ja auch, und deswegen solltet ihr niemals von der Seite weichen. Kein “kurz mal eben aufs Klo”, kein “ich flitze mal eben zur Tür”.

Wichtig auch: Gemüse immer dampfgaren! Gerade z.B. Karotten, Brokkoli etc. immer dampfgaren, das ist nicht nur besonders schonend und alle Vitamine und Nährstoffe bleiben enthalten sonder ist auch die Textur wirklich ideal. Euer Baby wird mit Sicherheit noch nicht alle Zähne beim Übergang in die Familienkost haben und so kann es zum Beispiel Karotten mit der Kauleiste “zerdrücken”.

Lasst euer Baby entscheiden!

Es klingt vielleicht unglaublich aber was ihr in den ersten 1.000 Tagen unter anderem beobachten werdet ist, dass eure Babys schon von Anfang an genau wissen, was gut für sie ist und was nicht. Ausnahmen natürlich inbegriffen. Aber gerade wenn es um das Thema Essen, Familienkost etc geht ist es absolut zutreffend. Das heißt für euch, bietet eurem Baby das Essen an aber schiebt es ihm bitte nicht in den Mund. Lasst euer Baby es selbst entdecken und erfahren. Es wird in seinem eigenen Tempo erfahren und lernen. Das passiert ganz ohne Frustration und ohne Drang. Und wenn es noch nicht soweit ist dann ist das absolut in Ordnung! Einfach ein paar Wochen zur gewohnten Routine zurück kehren und es dann wieder versuchen. Mein Mantra hier, wie auch in UNZÄHLIGEN anderen Situationen, wenn sie/ er 30 Jahre alt ist, wird sie/ er das nicht mehr machen. 🙂

 

Habt ihr noch Fragen? Dann stellt sie mir gerne in den Kommentaren.

 

Alles Liebe und VIEL FREUDE beim Start in ein wundervolles, neues Kapitel,

 

eure Louis

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2 Kommentare

  1. Mareike
    14. Mai 2018 / 14:05

    Liebe Louis, was bekommt eure Zaubermaus wenn ihr grillt? Ich finde Bratwürste sind immer sehr stark gewürzt, aber unser kleiner möchte so gerne kosten. “Nur” Gemüse vom Grill finde ich irgendwie nicht ausreichend für mein Energiebündel.

    Viele liebe Grüße
    Mareike

    • Louis
      Autor
      15. Mai 2018 / 10:23

      Hallo Mareike,
      da wir meistens auch Hähnchen grillen schauen wir, dass wir etwas weniger gewürztes für sie haben. Das mag sie sehr und ist gesund.
      Liebe Grüße

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