Töpfchentraining – einfach, schnell & ohne Qual

Mal ganz ehrlich, einfaches Töpfchentraining  – das wünschen wir uns alle, oder?
Und, es geht. Ja, wirklich!

Es gibt nur ein klitzekleines Geheimnis. Und das heißt: Warten!

Ja, genau, Warten! Und zwar bis euer Kind bereit ist. Nicht ihr, nein, euer Kind.
Leider meint die Gesellschaft und somit auch sämtliche ungefragten Ratschläge der Familie, Freunde, etc., das Kinder am besten schon mit 2 Jahren, bitteschön spätestens 2 1/2 Jahren trocken sein müssen. Ich hätte da eine Frage; Wieso?

Ich weiß, dass es sogar Kitas gibt, die darauf bestehen, dass das Kind trocken sein sollen mit Beginn der Eingewöhnung. Hier wieder meine Frage, Warum?

Es heißt, dass Jungen generell später trocken werden als Mädchen. Nun, bis dato habe ich nur ein Kind das trocken ist und das ist mein Sohn. Da auch mein kleiner Schatz ein Junge ist werde ich dazu auch in Zukunft erstmal wenig sagen können aber ich würde doch prinzipiell meinen, dass auch das von Kind zu Kind unterschiedlich ist?

Aber jetzt kürzen wir das ganze ab und ich erzähle euch, wie das ganze bei uns verlaufen ist. 🙂

Ich habe im Januar einen ersten Versuch gestartet (einen Monat vor seinem 3. Geburtstag). Ich hatte super geniale Töpfchen gegoogelt und gekauft. Gleich 2. Man weiß ja nie! Dazu einen speziellen Toilettensitz, ich war bereit. Und genau das war der Fehler denn mein Schatz war es eben nicht. Der Versuch ist im wahrsten Sinne des Wortes in die Hose gegangen. Es hat ihn auch absolut nicht irritiert weswegen ich den Versuch direkt abgebrochen hatte.

2. Versuch: 5 Monate später. Mein Baby war 3 Jahre und 4 Monate alt und ich hatte ganz deutlich das Gefühl (oh, es lebe der Mutterinstinkt!!), dass er könnte wenn er nur wollte. Somit waren bei uns auf einen Samstag morgen leider auf einmal alle Windeln alle (man beachte bitte die Ironie!). Seine Antwort: “Oh nein!”. Ich sagte ihm, dass wir nun auch leider keine kaufen könnten und damit war er zufrieden. Das erste Pipi ging in die Hose während er gespielt hat. Er hat es direkt bemerkt (gutes Zeichen!) und war ganz erstaunt. Ich bin mit ihm ganz schnell auf die Toilette gerannt und habe es ihm ganz genau erklärt. Ich habe ihm auch gesagt, dass wenn er spürt, dass “etwas” kommt er Mama ganz schnell Bescheid sagen soll. Da das am Anfang für die kleinen Mäuse aber leichter gesagt ist als getan bin ich regelmäßig mit ihm auf die Toilette gegangen und was soll ich sagen: voller Erfolg! Ich bin jedes mal so ausgeflippt vor Freude, ein Cheerleader hätte von mir lernen können. 😉
Genau das gleiche mit Geschäft #2: das erste ging in die Hose. Gleiches Spiel. ab auf die Toilette, alles erklärt, weiter regelmäßiger Toilettengang. Mama = Cheerleader.
Was soll ich sagen, es ist bei #1 so wie #2 bei diesen Malheuren geblieben. Ja, das ist kein Scherz. Ich war selbst völlig baff!

Nachts hatten wir nach wie vor Windeln. Da ich von dem Erfolg so überrascht war wollte ich ihn nicht zu viel auf einmal zumuten bzw. wollte das ganze erst einmal zur Routine werden lassen. Ich hörte aus dem Familien- und Freundeskreis, dass es keine Seltenheit ist, dass viele Kinder noch bis 5 Jahren und länger Nachts eine Windeln benötigen.

Aber, am 4. Abend des Trocken-daseins schaute mein Baby mich sehr verwundert, eher sogar irritiert an als ich im vor dem Schlafen gehen eine Windel anziehen wollte. ER wollte es nicht. Also gut, dachte ich mir, zwingen wollte ich ihn selbstverständlich nicht! Ich habe unter den Bettbezug einfach 2 Handtücher gelegt.
Am nächsten morgen erwachte ich von einem gellen Schrei: “Mamaaaaaaa, Pipiiiiiiiiiii”. Ohne Kontaktlinsen bin ich halb blind die Treppe hinunter gestolpert und bin mit ihm auf´s Klo gerast. Was soll ich sagen, ein wenig ist natürlich ins Bett gegangen aber der Rest ging erfolgreich in die Toilette! 😀
Und, auch hier wieder, das war´s. Kein weitere Makheur. Nein, kein Scherz, keine Übertreibung.

Warum das ganz so derartig schnell und einfach ging? Ich bin mir absolut sicher, dass es daran lag, dass er eben einfach alt genug war den Ablauf zu verstehen und zu begreifen.

Ich muss gestehen, dass ich ein wenig nervös bin, wie das bei unserem jüngsten Schatz wird, ich kann mir fast nicht vorstellen, dass es noch einmal so einfach wird. Aber, eines ist sicher, wir werden warten. Damit kann man nicht viel falsch machen! 😉

In diesem Sinne wünsche ich euch ein schönes Warten und eine erfolgreiche Zeit als Cheerleaderin! 😉

P.S.: Wir haben keine Trainer verwendet. Ich hatte immer Ersatzkleidung dabei bzw hätte im Fall der Fälle einfach 2 Unterhosen übereinandergezogen. 🙂

Folge:
Louis
Louis

Louis ist Mama von 3 Kindern, Coach und Ehefrau.
Bereits seit 2o14 inspiriert sie Mamas und alle weiblichen Leser dazu, ihren Alltag so zu gestalten, wie sie es sich wünschen und mehr kreativität in ihr Leben zu bringen + einer großen Portion Spaß und Farbe.

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1 Kommentar

  1. 9. April 2015 / 0:04

    hihi, bei uns ging es auch sehr einfach mit #1 und ich bin auch nervös wann immer #2 so alt ist, das es nicht so einfach sein wird. Aber vtl werden wir ja beide überrascht! Wir haben immer noch die Windel beim Schlafen, wobei heute Nacht (oder war das gestern?) wollte sie überhaupt keine Anziehen…aber die Windel ist immer sehr nass in der Früh, glaub nicht, dass wir es sobald versuchen werden…

    glg

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